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Wie man mit Highend-Gummi heute Probleme löst

Auf den ersten Blick sieht das Ding aus wie eine Kreuzung aus Designhocker und einer Art Offroad-Reifen für Formel 1-Rennwagen. Schwarz, rund, massiv, mindestens zwei Dutzend Kilogramm schwer. „Und das ist noch ein kleiner Vertreter seiner Art”, sagt Rodrigo Henriquez, Gummi-Experte beim Leverkusener Synthesekautschuk-Pionier LANXESS. „Andere von der Sorte bringen auch schon mal mehrere hundert Kilo auf die Waage.” Wir schauen uns das Teil auf seiner weißen Säule im Gebäude K10 des Leverkusener Chemieparks noch einmal näher an. Klopfen dran. Streichen drüber. Riechen. Kein Zweifel: Der eigenartige Formel 1-Hocker, den die Gummi-Experten hier ihren Gästen zeigen, fühlt sich an wie Gummi, klingt wie Gummi, riecht wie Gummi.

Aber was ist es denn nun? „Ein Blow-Out-Preventer”, sagt Henriquez. „Eine Art Stopfen, mit dem Bohrlöcher bei der Erdölgewinnung gesichert werden.” Und Gummi – nun ja, das stimmt zwar. Trotzdem ist das fast schon eine Untertreibung. „Aus gewöhnlichem Kautschuk könnten Sie so ein Bauteil nicht herstellen. Das würde nicht lange halten. Dieses Ding hier besteht aus einem Hightech-Material, das wir Therban nennen”, sagt Henriquez. „Therban hat mit dem Gummi, das die meisten von uns kennen, so viel zu tun wie Stahl mit Feuerstein.”

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