Straße zum Erfolg
Reifen haben Synthesekautschuk den Weg geebnet
Schade, dass damals niemand eine Wachswalze zur Hand hatte. Oder einen der neuen, modernen Tonaufzeichnungsapparate, die der Hannoveraner Tüftler Emil Berliner ein paar Jahre zuvor erfunden hatte. „Wir nehmen das Material. Und zwar in jeder lieferbaren Menge!“ – dieser Ausspruch hätte in den Firmenarchiven von LANXESS einen Ehrenplatz verdient. Denn er stand am Beginn einer technischen Entwicklung, die vom Jahre 1909 in direkter Linie bis heute führt. Und er hat mit Synthesekautschuk zu tun. Und mit Reifen, natürlich.
Klar: Ob diese Sätze tatsächlich so gefallen sind, weiß man heute nicht mehr. Aber ähnliche Worte dürften tatsächlich am Beginn der Geschichte des modernen Werkstoffs Gummi gestanden haben: Fest steht nämlich, dass die Reaktoren des Synthesekautschuk-Erfinders Fritz Hofmann in Elberfeld noch nicht abgekühlt waren, als die ersten Proben seines neuen, künstlichen Gummirohstoffs schon auf den Werkbänken der Reifenentwickler landeten. Und bei den Experten mit den steifen Kragen für einige gehobene Augenbrauen sorgten: So beeindruckt waren die Herren, dass sie in den Werkshallen der Continental Caoutschouc und Guttapercha Compagnie in Hannover bereits im Jahr 1910 den ersten Autoreifen aus Hofmanns Methylkautschuk pressen ließen.


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