DSC00587_Titel

Keine Chance für Blutsauger

Sobald es wärmer wird, tauchen sie wieder auf. Die lästigen, nur wenige Millimeter großen Plagegeister stechen ihre Rüssel in die Haut des Menschen und saugen sein Blut. Dabei können sie viele gefährliche Krankheiten übertragen: Die Rede ist von Stechmücken. Ein effektiver Wirkstoff, namens Saltidin® von LANXESS, hält Mücken vom Stechen ab.

Die Mücke riecht nichts mehr

Fast jeder hat es schon erlebt – ein leises, nächtliches Brummen im Zimmer lässt den Schlafenden aufschrecken. Doch meist ist es dann schon zu spät: Eine hungrige Mücke hat zugestochen und ein heftiges Jucken rund um die Einstichstelle raubt den Schlaf. Schlimmer als der Juckreiz ist jedoch die Gefahr, sich mit einer Krankheit zu infizieren. Die Globalisierung bringt es mit sich, dass nicht nur heimische Stechmücken, sondern auch tropische Blutsauger Tag und Nacht auf Jagd gehen. Sie können Malaria, Dengue-Fieber, Gelbfieber, Chikungunya oder wie jüngst in Lateinamerika das Zika-Virus übertragen.

S_686625aa18Die Mücken-Weibchen benötigen nach der Paarung das Blut für die Entwicklung ihrer Eier. Mückenmänner hingegen sind friedfertig. Die aggressiven Weibchen werden durch Kohlendioxid, das der Mensch beim Atmen ausstößt, sowie durch Schweiß und Bakterien angezogen. Hier setzt der Wirkstoff Icaridin an, den die LANXESS-Tochter Saltigo unter dem Handelsnamen Saltidin® an Insektenschutzmittel-Hersteller vertreibt. Er blockiert kurzfristig die Geruchsrezeptoren der Insekten. Sie nehmen den Schweiß nicht mehr wahr und stechen nicht zu. Im Gegensatz zu Insektiziden werden die Tiere dabei nicht getötet, sondern nur am Zubeißen oder stechen gehindert. Auch Zecken, Bremsen und Stechfliegen machen einen großen Bogen um mit Saltidin® eingeriebene Flächen.

Rahmenrezepturen geben Herstellern Spielraum

Saltidin4„Saltidin® bietet sehr guten Schutz, wenn man den Anweisungen, die auf dem Produkt stehen, folgt. Wichtig ist es, den Kontaktwirkstoff flächendeckend auf die Haut aufzutragen. Denn Mücken finden ungeschützte Stellen auch, wenn sie nur knapp neben der eingesprühten Fläche liegen“, erläutert Beate Tombeux von Saltigo.

Da Saltidin® nicht in hundertprozentiger Konzentration auf die Haut aufgetragen wird, entwickelt die Produktmanagerin Rahmenrezepturen mit Wirkstoffgehalten von 10 bis 20 Prozent. Sie erleichtern den Herstellern die Entwicklung von Insektenschutzmitteln. Diese Basisrezepturen umfassen verschiedene Anwendungsformen wie Emulsionen, Pumpspray, Gel, Aerosole und Wachsstifte. Saltigo hat diese von unabhängigen Instituten auf Stabilität, Toxizität und dermatologische Verträglichkeit prüfen lassen. Der Vorteil für Insektenschutzmittel-Produzenten: Sie können die Basisrezeptur nach ihren Wünschen verändern, indem sie beispielsweise Duftstoffe austauschen. Darüber hinaus kennen sie die Zutaten und Emulgatoren und können sich auf die vorliegenden Studien berufen, um ihr Produkt registrieren zu lassen.

DSC00629_bearbeitet

Beate Tombeux, Product Managerin bei Saltigo

„Bei der Erstellung der Rezepturen steht besonders die Hautverträglichkeit im Vordergrund. Wir verwenden Stoffe mit wenig Allergiepotenzial, verzichten auf Konservierungsstoffe und achten auf geeignete Emulgatoren. Kosmetische Zusätze dürfen nicht penetrieren. Schließlich soll der Wirkstoff auf der Haut bleiben und nicht in sie einziehen“, betont Tombeux. Über 100 verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Saltidin®-Konzentrationen gibt es in über 40 Ländern in Supermärkten, Drogerien und Apotheken zu kaufen.

Nachfrage gestiegen

Auch offizielle Gesundheitsbehörden erkennen die Effektivität des Wirkstoffs an. Saltidin® wird von der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) zur Vorbeugung gegen Malaria, Dengue und Chikungunya empfohlen. Es bietet bis zu 14 Stunden Schutz vor lästigen Stechattacken.

Saltidin1In diesem Jahr ist die Nachfrage nach dem Wirkstoff stark angestiegen. Grund dafür ist die Ausbreitung des Zika-Virus, vor allem in Lateinamerika. Auch in einigen europäischen Ländern wurda das Virus in Blutproben von Patienten nachgewiesen. Im März 2016 hat die WHO die Länder der Europäischen Region aufgefordert, sich gut darauf vorzubereiten, ihre Bevölkerung vor der Ausbreitung des Zika-Virus und seiner möglichen neurologischen Komplikationen zu schützen.

Die Betroffenen hatten sich zuvor auf Fernreisen angesteckt. Das Zika-Virus steht im Verdacht, für Fehlbildungen bei Ungeborenen verantwortlich zu sein. Die US-amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) empfiehlt bei unvermeidlichen Reisen in betroffene Gebiete Mückenabwehrmittel unter anderem mit dem Wirkstoff Icaridin für schwangere und stillende Frauen sowie Kinder ab einem Alter von zwei Monaten.

Weitere Informationen finden Sie unter Link http://saltidin.com/de/saltidin-home/