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Sanfter Schutz vor Stichen

Mücken, Zecken & Co. können eine echte Plage sein. Wenn’s warm wird, vergrätzen sie einem oft nicht nur den Aufenthalt im Freien, sondern können auch die Erreger gefährlicher Krankheiten übertragen. Mit Saltidin bietet die LANXESS-Tochter Saltigo einen wirksamen Schutz gegen die kleinen Blutsauger. Der Wirkstoff steckt in vielen Repellent-Produkten, die – aufgetragen auf Haut oder Kleidung – Insekten auf sicherer Distanz halten.

Gefahr im Grünen

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Ob Urlaub am Meer, Party im Park  Ausflug in den Wald, ja selbst im eigenen Garten Die Natur ist für viele Menschen ein Erholungsparadies. Jedenfalls solange es dort nicht vor Insekten wimmelt, die es auf einen abgesehen haben. Denn oft lauern dort hungrige Mücken, Stechfliegen, Zecken und Bremsen. Erbarmungslos stürzen sie sich auf jedes unbedeckte Körperteil, kriechen in Ärmel und Halsausschnitt und stechen sogar durch leichte Kleidung hindurch. Sie bohren ihre Rüssel tief in die Haut und laben sich am Blut ihrer Opfer. Tage-, manchmal wochenlang juckt und brennt hinterher die Einstichstelle. Besonders sexy sehen die roten Pusteln auch nicht aus. Schlimmer noch als Streuselkuchen-Optik und Dauerjuckreiz aber ist die Gefahr, sich eine Krankheit einzufangen, etwa Malaria, Dengue-Fieber, Borreliose oder Hirnhautentzündung. Denn deren Erreger, die für den Menschen lebensgefährlich sein können, tragen die Insekten und Zecken nicht selten mit sich.

Tipps und Tricks, um sich vor Mücken und anderen gierigen Blutsaugern zu schützen, gibt es viele: vom Licht löschen über das Abfackeln von Räucherkerzen bis hin zum Futtern von Knoblauch. Nur leider funktionieren die wenigsten. Denn die Plagegeister werden von Kohlendioxid und dem Geruch eines ganzen Bakteriencocktails angelockt, der die Haut auf natürliche Weise schützt. Da nützt auch kein Dauerduschen. Parfüms und Deos können mit ihren Inhaltsstoffen die kleinen Vampire sogar noch zusätzlich reizen. Dies steht im Gegensatz zu Saltidin, einem Wirkstoff, den die LANXESS-Tochter Saltigo in Dormagen herstellt und der in vielen gängigen Insektenschutzmitteln enthalten ist. „Saltidin legt sich wie ein Film über die Haut“, erzählt Detlef Petersen, der das Saltidin-Geschäft von Saltigo weltweit betreut. „Die Mücke riecht nichts mehr.“ Ein flächendeckendes Auftragen des Insektenschutzmittels ist daher ein Muss. Denn nur dort, wo Saltidin drauf ist, ist die Haut auch wirklich vor dem Angriff blutrünstiger Insekten und Zecken geschützt. Petersen weiß das auch aus eigener Erfahrung: „Ich muss die neuen Sachen immer selbst austesten“, sagt er schmunzelnd. „Dafür bekomme ich extra Formulierungen von unserer Anwendungstechnikerin angerührt.“

Friedlicher Widerstand

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Rund 170 verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Saltidin-Konzentrationen gibt es allein in deutschen Drogerien und Apotheken zu kaufen. Selbst für Pferde und Hunde sind bereits Produkte auf dem Markt. Erhältlich sind Sprays, Gele, Lotionen, Feuchtigkeitstücher, Sticks und Cremes. Im Handel laufen die Mittel unter der Bezeichnung „Repellent“ (vom lateinischen Wort „repellere“, was so viel wie „vertreiben“ oder „zurückstoßen“ bedeutet). Denn im Gegensatz zu Insektiziden werden die Angreifer dabei nicht getötet, sondern lediglich am Zubeißen oder -stechen gehindert. Somit können sich auch Tierfreunde guten Gewissens vor Stichen und Bissen schützen. Auch entwickeln sich bei Repellentien weniger schnell Resistenzen als bei Insektiziden, Zudem gilt Saltidin als besonders hautfreundlich und umweltverträglich: Selbst bei Kleinkindern und Schwangeren können Produkte mit diesem Wirkstoff bedenkenlos angewendet werden.

„Wir haben umfangreiche toxikologische Studien und dermatologische Tests durchgeführt, um die höchsten Behördenansprüche zu erfüllen“, erzählt Petersen. Rund zehn Millionen Euro hat die Entwicklung gekostet. Der Aufwand lohnt sich: Saltidin hat staatliche Institutionen und Verbraucherschutzorganisationen weltweit überzeugt – vom Center for Disease Control and Prevention in den USA über das European Centre for Disease Prevention and Control bis hin zur australischen Gesundheitsbehörde Queensland Health. Zudem wurde Saltidin von der US-amerikanischen Bundesbehörde für Umwelt (Environmental Protection Agency, kurz: EPA) zugelassen: und auch in Ländern wie Schweden, Norwegen und Dänemark, die in Fragen des Umwelt- und Verbraucherschutzes als äußerst kritisch gelten. Auch die renommierte deutsche Stiftung Warentest vergab gute Noten für Insektenschutzmittel mit diesem Wirkstoff. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Saltidin sogar als Mittel der Wahl zur Prophylaxe gegen die von Mücken übertragenen Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber und West-Nil-Fieber.

Krankheiten verhindern

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Mehr als 3.000 Mückenarten gibt es weltweit – von der Nordspitze Finnlands bis zum Kap der Guten Hoffnung, dem südlichsten Zipfel Afrikas. In den Sumpfgebieten Alaskas, Finnlands und der ehemaligen Sowjetunion verdunkeln Mückenschwärme buchstäblich die Sonne und machen das Leben für Mensch und Tier unerträglich. Epidemien verbreiten Mücken vor allem in den Subtropen und Tropen, am häufigsten Malaria. Übeltäter sind die Weibchen vieler Anopheles-Arten. In Europa und den USA übertragen Mücken zwar nur selten Krankheiten, aber durch Tourismus und Geschäftsreisen, vor allem nach Asien, Afrika und Südamerika, kommt es auch hier immer wieder zu Malaria-, Dengue- und Gelbfieberfällen. Insbesondere bei der Gelbfiebermücke Aedes aegypti, die in den Tropen und Subtropen ihr Unwesen treibt, mittlerweile aber auch gern in Südeuropa zusticht, kommen viele herkömmliche Mückenmittel an ihre Grenzen. Sie ist tagaktiv, jagt im Freien und gebärdet sich detulich aggressiver als die Hausmücke, die ihre Opfer meist im Schlaf überfällt.

Außerdem nehmen in Europa und Nordamerika Infektionen durch Zeckenstiche immer mehr zu: Allein in Deutschland, schätzt das Robert-Koch-Institut, infizieren sich jährlich mindestens 100.000 Menschen in Deutschland durch Zeckenstiche mit den Erregern der Lyme-Borreliose. Wird die Infektion nicht erkannt und mit Antibiotika behandelt, können chronische Beschwerden entstehen, etwa Gelenkentzündungen oder schwere Schäden am Nervensystem. Zecken können auch Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) übertragen, aus der sich eine Hirnhaut- oder gar die oft noch gefährlichere Gehirnentzündung entwickeln kann. Bis zu zwei Prozent der FSME-Patienten in Mitteleuropa sterben, da es nach dem Ausbruch keine Medikation gibt.

Sicher vor diesen gefährlichen Krankheiten schützen kann ein Repellent-Wirkstoff natürlich nur, wenn er den Überträgern auch wirklich keine Chance lässt. Wer sich mit Saltidin-haltigen Mitteln einreibt bzw. einsprüht, hält sich Mücken für acht bis zwölf Stunden vom Leib, je nach Mückenart und Formulierung. Das reicht für eine geruhsame Nacht. Zecken werden für sechs bis 14 Stunden erfolgreich abgewehrt, Stechfliegen bis zu zehn Stunden. Auch Ameisen und Schaben mögen den Geruch des Wirkstoffs nicht und machen um den Träger sogar tagelang einen großen Bogen. Wichtig ist dabei auf eine möglichst hochprozentige Formulierung zu achten.  „Für unseren Wirkstoff sprechen zudem die unkomplizierte Anwendung und die guten kosmetischen Eigenschaften“, sagt Petersen. „Saltidin-haltige Formulierungen bilden nach dem Einreiben keinen klebrigen Film auf der Haut, riechen nicht unangenehm und greifen auch Kunststoffe und Textilien nicht so stark an wie viele andere Produkte.“

Was wirklich wirkt

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Chemisch gesehen gehört Saltidin zur Gruppe der Karbonate – das sind Ester der Kohlensäure – und trägt den Zungenbrecher-Namen 1-(1-Methylpropoxycarbonyl)-2-(2-hydroxyethyl)piperidin. Deutlich einfacher ist sein von der WHO vergebener internationaler Freiname: Icaridin – oder eben der von Saltigo vergebene Handelsname: Saltidin. Dieser ölige Wirkstoff, für den Saltigo derzeit noch das Patent hält, kam 1998 auf den Markt. Er löste den weniger gut verträglichen Wirkstoff Diethyltoluamid, kurz: DEET, ab. Saltigo liefert den Wirkstoff und das Know-how für die Verarbeitung, seine Kunden aus der Pharma- und Kosmetikindustrie mischen ihn dann nach ihren eigenen Rezepturen mit Lösungsmitteln und fügen meist auch noch einen Duftstoff hinzu. Nach dem Auftragen verdunsten die Lösungsmittel und hinterlassen den Wirkstoff als feinen, unsichtbaren Film auf der Haut. So lange, wie der Wirkstoff langsam verdunstet und eine Duft-Schicht auf der Haut bildet, wirkt der Schutz vor Blutsaugern. Wer viel schwitzt, sollte schneller mal nachlegen – genauso wie nach dem Duschen oder Schwimmen, denn die meisten Repellents sind nur bedingt wasserfest. Und auch unter oder auf dünnen, grob gewebten Kleiderstoffen ist Cremen oder Sprühen angesagt.

Was man sonst noch tun kann, um sich die Plagegeister vom Leib zu halten:

  • Helle Kleidung tragen. Mücken, die in der Dämmerung und nachts aktiv sind, landen gern auf dunkler Kleidung. Auch krabbelnde Zecken sind auf heller Kleidung leichter zu erkennen.
  • Feinmaschige Fliegengitter vor dem Fenster halten Mücken draußen. Fenstergaze mit Klettverschluss kann man auch mit in den Urlaub nehmen.
  • Moskitonetze (auch mit Insektiziden erhältlich) überm Bett schützen nicht nur vor Mücken, sondern auch vor Wanzen und anderem Ungeziefer. Die Maschenweite sollte in den Tropen maximal 1,2 Millimeter betragen, in nördlicheren Gefilden reichen 2 Millimeter.
  • Klimaanlage einschalten und den Raum zwei Stunden vor dem Schlafengehen herunter kühlen, denn Insekten bevorzugen warme Räume. (Vor dem zu Bett gehen kann man die Anlage wieder ausschalten, damit man sich keinen Schnupfen holt.)
  • Brutstätten ausschalten. Regentonnen abdecken und Vogeltränken alle zehn Tage auswaschen –  Mückenweibchen legen nämlich ihre Eier in stehenden Gewässern ab.
  • Auf Reisen Repellents mit Saltidin benutzen, da viele natürliche Repellents, wie z.B. lemon oil, nicht wirken. (Repellents benötigen in diesen Ländern oft keine Zulassung.

Übrigens: Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen gegen Mücken gelten allein den Weibchen. Denn nur sie stechen – sie brauchen Blut für die Entwicklung ihrer Eier. Mückenmänner sind friedfertige Vegetarier, die sich von Pflanzensaft ernähren und in fliegenden Trauben auf ihre Weibchen werfen.