Anno Borkowsky leitet die neue Business Unit Additives. Er freut sich über die Vielzahl an Möglichkeiten, die das Geschäft bietet.

Herr Borkowsky, wie haben Sie Ihre ersten Tage als Leiter der BU Additives erlebt?
Unglaublich positiv! Schon am Abend vor den Willkommensveranstaltungen habe ich in Monroe, Texas, etwa eine Stunde von unserem Standort El Dorado entfernt, einen Pick-up mit dem LANXESS-Logo gesehen. Später habe ich dann erfahren, dass viele Mitarbeiter sich das Logo auf ihre privaten Autos geklebt haben. Das hat mich sehr beeindruckt.

Was macht die Business Unit Additives aus?
Wir haben ein völlig anderes Standing als vorher. Wir haben durch die von Chemtura hinzugekommenen Geschäfte mit einem Schlag eine führende Position im Bereich Additive erhalten. Vor allem beim Brom verfügen wir über eine beeindruckende Wertschöpfungskette, die von der Bromförderung bis hin zu Flammschutzmitteln und Flüssigkeiten reicht. Aber auch bei den Schmierstoffen sind wir jetzt eine echte Hausnummer geworden.

Welche Marktperspektive finden Sie an den neuen Geschäften besonders spannend?
Jedes Teilgeschäft bietet eine enorme Gestaltungsvielfalt. Ich sehe hier noch viel Potenzial, die Geschäfte weiter auszubauen. Allerdings müssen wir einige Bereiche auch neu aufstellen, um Synergien besser zu nutzen, vor allem im Verkauf und bei der Lieferkette.

Wo liegen die Chancen des Additivgeschäfts? Welche Trends gibt es?
Es werden immer mehr Additive eingesetzt, daher können wir optimistisch in die Zukunft blicken. Außerdem profitieren wir vom weltweiten Trend zu phthalatfreien Weichmachern. In Europa dürfen diese schon lange nicht mehr verwendet werden – eine Regelung, die sich zunehmend global durchsetzt. Wir gehen deshalb davon aus, dass das in naher Zukunft auch für China gelten wird. Hier konsolidieren sich übrigens die Anbieter weiter wegen steigender Umweltauflagen. Das kann für uns eine Chance sein, aber auch eine Gefahr, wenn zum Beispiel Rohstofflieferanten wegfallen.