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Wenn es heiß wird, kommt die Zeit des Diphyl

Fast überall in der Industrie ist Wärme für die Produktion notwendig. Die Temperaturen steigen dabei oftmals bis auf 400° Celsius und mehr an. Viele Produktionsprozesse sind ohne Wärmeträgerflüssigkeiten gar nicht realisierbar, damit die Hitze an die nächste Station weitergegeben wird und nicht verloren geht. Organische Wärmeträgerflüssigkeiten, wie Diphyl von LANXESS, sind daher aus vielen Produktionsanlagen nicht mehr wegzudenken.

Genaue und konstante Temperaturen sind wichtig

Fibre-ProductionDort, wo es heiß hergeht, aber auch bei tieferen Betriebstemperaturen, empfehlen sich organische Wärmeträgerflüssigkeiten. Diese lassen sich in zwei Klassen einteilen: mineralölbasiert und synthetisch. Insbesondere bei hohen Temperaturen sind synthetische organische Wärmeträger die beste Lösung.
Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo es auf eine präzise Temperatursteuerung ankommt. Das gilt zum Beispiel für die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen, Synthesefasern und Kautschuk sowie für die holz- und metallverarbeitende Industrie. Unerlässlich sind Wärmeträger, wenn es darum geht, aus Polyester zum Beispiel PET zu machen und es zu Fasern und Flaschen weiterzuverarbeiten.
Synthetische Wärmeträger zeichnen sich durch hohe Siedebereiche, eine hohe Thermostabilität und eine lange Lebensdauer aus. Daher sind sie besonders geeignet für eine vollständig temperaturstabile Prozessführung in hohen Bereichen von 300 bis 400° Celsius. Hier bewähren sich vor allem die Diphyl-Produkte von LANXESS als synthetische Wärmeträger – und das auch mehr als 85 Jahre nach ihrer Markteinführung. Aufgrund ihrer einzigartigen thermischen Stabilität und Langlebigkeit wird die Wärmeträgerflüssigkeit Diphyl auch die Grande Dame der Wärmeträgerflüssigkeiten genannt.

Über tausende Betriebsstunden gleichbleibende Leistung

Diphyl bezeichnet eine Produktfamilie, die durch eine Mischung von Diphenyloxid und Diphenyl hergestellt wird. Die klare, leicht gelbliche Flüssigkeit ist von geringer Viskosität und ihr Erstarrungspunkt liegt bei 12° Celsius. Damit ist er deutlich niedriger als derjenige der reinen Verbindungen. Dadurch ist Diphyl bereits bei Raumtemperatur flüssig und kann leicht in die Anlage gefüllt werden. Im Gegensatz zu Wasser sinkt das Volumen, wenn die Flüssigkeit fest wird. Ein Vorteil für Apparate und Rohrleitungen: Sie werden durch das Erstarren der Diphyl-Füllung nicht beschädigt.

Chemisch gibt sich der 1929 patentierte Wärmeträger, der Temperaturen bis 400° Celsius aushält, schnörkellos. Diphyl bleibt auch unter enormer Hitze in seinen Eigenschaften über tausende Betriebsstunden nahezu konstant. Bei Temperaturen oberhalb von 340° Celsius ist das Produkt sogar einzigartig. Verglichen mit Wärmeträgermedien, die auf Mineralölen basieren, garantiert Diphyl eine höhere Thermostabilität bei exzellenten Wärmeübertragungseigenschaften und eine lange Lebensdauer .

Vorteilhaft in der Dampfphase

Copyright: Fotolia_84887368_XLInsbesondere in der Dampfphase zeigt Diphyl, warum sich die Mischung aus Diphenyl und Diphenyloxid in der Praxis so gut bewährt. Die Mischungszusammensetzung hat einen exakten Siedepunkt, den die Hersteller in der Dampfphase entsprechend nutzen können. Für eine präzise Temperatureinhaltung, wie bei Spinn- und vor allem Polymerisationsprozessen, ist dies oft qualitätsentscheidend für das hergestellte Produkt.
Der Dortmunder Hersteller von thermoplastischen Halbzeugen, Murdotec Kunststoffe, fertigt hochwertige Kunststoffe für den Maschinenbau. In der Produktion setzt das Unternehmen Diphyl DT als Wärmeträger ein. „Bei der Herstellung von Halbzeugen aus ultrahochmolekularem (UHMW)-Polyethylen werden in unseren Pressanlagen Temperaturen zwischen 20° Celsius und 240° Celsius benötigt. Vorlauftemperaturen und Filmtemperaturen in der Heizanlage von über 300° Celsius und eine geringe Viskosität bei Temperaturen unter 40° Celsius waren die entscheidenden Gründe für Diphyl DT. Der Effekt, dass dadurch die in den Regelstationen eingesetzten Pumpen eine geringere Antriebsleistung benötigen, unterstützte unsere Entscheidung ebenso wie der hervorragende Service durch den LANXESS Vertriebspartner, die Firma Obermeier aus Bad Berleburg“, erläutert Josef Ikemann, Geschäftsführer der Murdotec Kunststoffe GmbH & Co.KG.

Umfassender Service

Copyright: shutterstock_200842082Wärmeübertragungsanlagen arbeiten also gewissermaßen direkt „am schlagenden Herzen“ industrieller Produktionsanlagen – ihr zuverlässiges Funktionieren ist daher essenziell für die sichere Arbeit. Jeder organische Wärmeträger altert aufgrund der hohen Temperaturbelastung durch allmähliche Zersetzungsreaktionen. Deshalb müssen sowohl Auswahl als auch Wartung des Wärmeträgers exakt auf den jeweiligen Prozess und die Konzeption der Anlage abgestimmt werden.
Es lohnt sich, den Wärmeträger-Einsatz mit erfahrenen Experten zu diskutieren – am besten bereits in der Planungsphase einer Wärmeübertragungsanlage. Durch den jahrelangen Betrieb eigener Produktionsanlagen, die mit Diphyl-Wärmeträger arbeiten, kennt LANXESS nicht nur die physikalischen Eigenschaften seiner Wärmeträger, sondern auch Lösungen für die praktische Anwendung. Die gesammelten Erfahrungen stellt das Unternehmen seinen Kunden bei der Entwicklung von Anlagenkonzepten und -optimierung zur Verfügung.

Die Fachleute der Vertriebsgesellschaft LANXESS Distribution bieten einen umfassenden anwendungstechnischen Pre- und After-Sales-Service. Außerdem veranstalten sie für ihre Kunden Workshops. Hier wird sowohl mit Anlagenbauern als auch mit Pumpenherstellern kooperiert, sodass die Teilnehmer in den ein- bis zweitägigen Workshops weitreichende Informationen erhalten.

Weitere Informationen über Diphyl und seine Anwendungen finden Sie unter: www.diphyl.com